IM GEISTE DES DIALOGS
WELTWIRTSCHAFTSFORUM 2026
A Spirit of Dialogue – unter diesem Leitmotiv findet vom 19.–23. Januar 2026 das Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Etwa 2.000 Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden im Schweizer Wintersportort Davos „im Geiste des Dialogs“ zusammentreffen. Es geht um Lösungen in Zeiten wachsender globaler Komplexität, geopolitischer Fragmentierung und rascher technologischer Umbrüche. Das Board Journal wird vor Ort sein, um die für Top-Manager und Unternehmer relevanten Themen und Trends zu beleuchten sowie konkrete Anregungen für die Praxis zu liefern.
Das Leitmotiv des WEF 2026 basiert auf fünf thematischen Säulen, die den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor betreffen:
Säule 1: Wie können wir in einer umkämpften Welt zusammenarbeiten?
Infolge zunehmender Zersplitterung und Komplexität sowie geopolitischer und technologischer Veränderungen stehen langjährige Annahmen bezüglich Sicherheit und Souveränität in Frage. Zudem verändern sich Allianzen und Vertrauen schwindet. Dies könnte zu neuen Mechanismen für Kooperationen führen. Wie diese zwischen Unternehmen und staatlichen Institutionen aussehen könnten, wird ein Thema des WEF sein. Hierbei könnten z.B. die schon seit Jahrzehnten bekannten Public Private Partnerships in bestimmten Gebieten eine Rolle für Top-Manager und Unternehmer spielen. Aber auch branchenübergreifende Zusammenarbeit und „Coopetitions“ zwischen Wettbewerbern bieten sich an – wobei insbesondere kartellrechtliche Aspekte zu beachten sind. Das Board Journal wird beim WEF 2026 nach konkreten Anwendungsfeldern für neue Kooperationsmechanismen suchen.
Säule 2: Wie können wir neue Wachstumsquellen erschließen?
Seit Jahren ist einerseits ein Trend zu gesellschaftlicher Fragmentierung und schwachen Institutionen zu erkennen, was die globalen Wachstumsaussichten belastet. Andererseits bieten Innovation und Technologie, globale Integration und generative KI erhebliches Wachstumspotenzial. Für Top-Manager und Unternehmer stellt sich die Frage, wie sie in diesem Spannungsfeld erfolgreich sein können: wer durch Technologie effizienter werden möchte, muss als Konsequenz entweder Personal abbauen oder Mitarbeitende anderweitig einsetzen. Beides hat sich jedoch in der Praxis als schwierig erwiesen, da es Widerstände in den Belegschaften gibt. Zudem erfordert Weiterbildung zusätzlichen Aufwand und auch Management-Kapazität. Das Board Journal wird hierzu Ausschau nach Best Practice Lösungen halten.
Säule 3: Wie können wir besser in Menschen investieren?
Aktuelle Studien wie z.B. „Future of Jobs 2025“ kommen zu dem Ergebnis, dass sich weltweit bis zum Jahr 2030 jeder vierte Arbeitsplatz verändern wird. Zudem werden etwa 40% der heutigen beruflichen Qualifikationen überholt sein. Als Ursachen werden neben technologischen Veränderungen auch der demografische Wandel sowie die Energiewende genannt. Wenn öffentlicher und privater Sektor enger zusammenarbeiten, könnte dies Arbeitsplätze der Zukunft schaffen. Damit dies nicht nur Ideen oder Perspektiven bleiben, braucht es konkrete Projekte zwischen Staat und Wirtschaft sowie zwischen Unternehmen verschiedener Branchen. Das Board Journal wird nach konkreten Ansatzpunkten suchen und dazu berichten.
Säule 4: Wie können wir Innovationen verantwortungsvoll einsetzen?
Neue Technologien verändern die Arbeitsweisen in Unternehmen und sollen die Produktivität steigern. Um Innovationen schneller in die Praxis umzusetzen, bieten sich Kombinationen verschiedener Technologien wie etwa Quantencomputing oder synthetische Biologie an. Dies wiederum führt zu erhöhtem Energiebedarf, was einen Ausbau von Infrastruktur erfordert. Zugleich wirft diese Entwicklung auch ethische Fragen auf mit Blick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie. Welche technologischen Kombinationen künftig wichtig werden und wie sich ethische Aspekte mit wirtschaftlichen Rendite-Erwartungen in Einklang bringen lassen, wird das Board Journal beim WEF 2026 sondieren.
Säule 5: Wie können wir Wohlstand in planetaren Grenzen erzielen?
Weltweit ist ein Rückgang an Naturflächen zu verzeichnen. Dies impliziert zum einen ökologische Risiken. Zum anderen birgt Umweltschutz auch signifikantes Potenzial für Wirtschaftswachstum. Nach Analysen des WEF könnte der Übergang zu umweltfreundlichen Geschäftsmodellen bis zum Jahr 2030 jährlich 10 Billionen US-Dollar freisetzen. Dafür ist die Zusammenarbeit von Unternehmen und öffentlicher Hand entscheidend. Wie dies konkret aussehen könnte und welche Projekte greifbare Wachstumspotenziale bieten, wird das Board Journal beim WEF 2026 untersuchen.
Wenn Sie uns beispielhafte Projekte vorstellen und mit uns in Davos besprechen möchten, melden Sie sich gerne über das nachstehende Kontakt-Formular.