Die aktuelle Lage am deutschen
Start-up Markt

Insights von der Startupland 2026

Wie ist die aktuelle Lage am deutschen Start-up Markt? Darüber tauschten sich Gründer und Investoren bei der Startupland Konferenz 2026 aus. Über wichtige Erkenntnisse aus dem Kölner Rheinenergiestadion berichtet das Board Journal exklusiv.

Der Berlin Hype scheint vorüber zu sein. Immer mehr Start-ups siedeln sich in anderen deutschen Regionen an. Wie Johannes Velling von MWIKE NRW berichtete, stagniert die Zahl der Start-ups mit Sitz in Berlin derzeit bei etwa 600, was dem Niveau des Jahres 2019 entspricht. Seither ist die Zahl der Start-ups in Nordrhein-Westfalen und Bayern jeweils um die Hälfte gestiegen. „Allerdings gibt es in Berlin noch immer mehr Finanzierungsrunden als anderswo in Deutschland“, so Velling. Über die Gründe könne man nur spekulieren. Möglicherweise liege es daran, dass die Start-ups in Berlin reifer seien als in anderen Regionen.

 Wo ein Start-up ansässig ist, spielt vor allem für die Rekrutierung eine Rolle. „Der Hauptsitz ist relevant dafür, die richtigen Mitarbeiter zu finden“, erklärte Jan Sessenhausen von Cusp Capital. Aber auch für die Größe der Finanzierungsrunden komme es auf den Sitz an. In dieser Hinsicht habe London in Europa gerde bei Later Rounds (+100 Mio. EUR) die Nase vorn. Gerade Wachstumsinvestoren aus den USA mit Fokus auf Bereich Mega Assets (z.B. im Gesundheitssektor) seien dort aktiv, während es in Deutschland generell Knappheit an Later Stage Capital gebe. Für Early Stage Investoren sei der Standort weniger relevant.

Mit Blick auf technologische Trends sahen die Experten erhebliches Potenzial im Defense-Bereich. Philipp Werner von Project A Ventures erwartet hier in den nächsten Jahren signifikante M&A-Akvititäten und auch Börsengänge. „Dafür sprechen auch die massiven staatlichen Budgets in diesem Bereich“, betonte Werner. Zugleich werde es für den Erfolg der Investments auf militärisches Know-how und Kenntnisse der Abläufe im militärischen Beschaffungsmarkt ankommen, ergänzte Johannes Velling.

In einem weiteren Panel wurde über die Potenziale von AI gesprochen. Eine Kernaussage von LeanIX-Gründer André Christ: „Etwa 10 Prozent des gesamten Aufwands eines Unternehmens entfallen auf IT. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, aus den restlichen 90 Prozent mittels AI mehr rauszuholen.“ Dafür spiele Agentic AI eine zentrale Rolle. Im Rahmen von Hackatons habe man bei LeanIX etwa 400 Mitarbeiter zehn Stunden lang mit Claude und Lovable arbeiten und experimentieren lassen. Solche Maßnahmen seien für Unternehmen interessant, um Potenziale zu heben.

Gründer und Investoren tauschten sich am 18. März 2026 in Köln bei der Startupland-Konferenz aus.

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